Ernährung - Energiebilanz

Das Thema ist oft emotional aufgeladen, da es ein Grundbedürfnis des Menschen mit der Möglichkeit zum Genuss verbindet. Veränderungen lassen sich nur schwer gegen den eigenen Willen durchsetzen, da Veränderungen direkt die Genussmöglichkeiten im täglichen Leben einschränken.

Zumal dieser Genuss auch noch in jeder erdenklichen Form von Nahrungmitteln immer und überall verfügbar ist. Und essen müssen wir ja sowieso, warum also nicht etwas Leckeres, Fettiges, Süßes oder Herzhaftes?

Wir lieben energiereiche Nahrung, wir sind süchtig nach Süßem.

Das hat unser Überleben gesichert, darauf sind wir evolutionär geeicht, über Millionen Jahre.

Heute folgt aber auf eine kurze Zeit des Überflusses keine Zeit der Enthaltung, wie es im Wechsel der Jahreszeiten üblich war. Der Überfluss hält an und wir sollten lernen, bewusst damit umzugehen.

Wir möchten langfristig mit Ihnen Ihr Bewustsein dafür schärfen, wie gefährlich bestimmte Nahrungsmittel auf Dauer sind, wie wir energiereiche Lebensmittel durch Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte ersetzen,

wie wir z.B. einfachen, nicht verarbeiteten Lebesmitteln mehr Bedeutung schenken.

Wir möchten Sie belastbar im Umgang mit den täglichen Verführungen machen und Ihnen Alternativen aufzeigen, die Ihre tägliche Energiebilanz nicht so stark belasten.

 

 

Die Dreidimensionale Lebensmittelpyramide

Ein neues Modell der Ernährungspyramide, das sowohl die Quantität der Nahrungszufuhr als auch die Qualität der Lebensmittel berücksichtigt, ist die Dreidimensionale Lebensmittelpyramide. Die Basis der Pyramide bildet der DGE-Ernährungskreis, dem wir die Mengenrelation der verschiedenen Lebensmittelgruppen zueinander entnehmen können. Auf den vier Pyramidenseiten wird eine Qualitätsbeurteilung der Lebensmittel vorgenommen.

Es wird unterteilt in die Produktgruppen:

  • Pflanzliche Lebensmittel,
  • Tierische Lebensmittel,
  • Öle und Fette und
  • Getränke.

Auf die richtige Menge kommt es an

Der DGE-Ernährungskreis als Basis der Pyramide zeigt die Gewichtung der verschiedenen Lebensmittelgruppen in unserer Ernährung. Im Zentrum des Kreises steht die Flüssigkeit. Täglich sollten wir ca. 1,5 Liter energiearme Getränke zu uns nehmen.

Den größten Teil des äußeren Kreises machen die pflanzlichen Lebensmittel aus. Es wird empfohlen, knapp drei Viertel der Speisen in Form von Obst, Gemüse, Getreideprodukten und Kartoffeln zu essen. Rund ein Viertel verteilt sich auf die tierischen Lebensmittel. Dazu gehören Milchprodukte, Fleisch, Wurst, Fisch und Eier. Das mit Abstand kleinste Segment ist den Ölen und Fetten vorbehalten.


Und so könnte Ihr Speiseplan aussehen:

  • 1,5 Liter energiearme Getränke pro Tag
  • 4-6 Scheiben Vollkornbrot (200–300 g) oder 3-5 Scheiben Brot (150-250 g) und 50-60 g Getreideflocken pro Tag
  • 150-180 g Naturreis oder 200-250 g Vollkornnudeln oder 200-250 g Kartoffeln (jeweils gegart) pro Tag
  • 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag (400 g Gemüse, 250 g Obst)
  • 200 – 250 g Milch/Joghurt/Quark und 50 – 60 g Käse bevorzugt fettarme Produkte pro Tag
  • 300 bis 600 g fettarmes Fleisch und Wurst insgesamt pro Woche
  • 1 fettarme Seefischmahlzeit (80-150 g) und 1 fettreiche Seefischmahlzeit (70 g) pro Woche
  • 3 Eier (inkl. verarbeitete Eier in Nudeln, Gebäck, etc.) pro Woche
  • 15 – 30 g Butter oder Margarine und 10 – 15 g Öl (z. B. Raps-, Soja-, Walnuss- oder Olivenöl)

Grundsätzlich sind industriell verarbeitete Produkte wie z.B. Fertigpizza, Fertiggerichte aller Art und Backwaren mit hohem Fettgehalt nicht zu empfehlen.

Sie enthalten in hohem Maße Transfette (gehärtetes Fett), welche im Verdacht stehen verschiedenste Krankheiten z.B. koronare Herzerkrankung, Arteriosklerose sowie Schlaganfall und Herzinfarkt zu verursachen.

Außerdem enthalten Fertigprodukte viele Zusatzstoffe, die unter anderem nur zur besseren Verarbeitung der Produkte zugesetzt werden. Viele unter E Nummern dargestellten meist chemischen Zusatzstoffe beeinflussen unseren Stoffwechsel negativ, da der Körper keine Chemie verstoffwechseln kann.


einer koronaren Herzerkrankung sowie an einer Dyslipoproteinämie zu erkranken, erhöht. Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall können ebenfalls begünstigt werden.

Mehr lesen bei: http://www.lebensmittellexikon.de/t0001330.php
Copyright © lebensmittellexikon.de
koronaren Herzerkrankung sowie an einer Dyslipoproteinämie zu erkranken, erhöht. Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall können ebenfalls begünstigt werden.

Mehr lesen bei: http://www.lebensmittellexikon.de/t0001330.php
Copyright © lebensmittellexikon.de
koronaren Herzerkrankung sowie an einer Dyslipoproteinämie zu erkranken, erhöht. Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall können ebenfalls begünstigt werden.

Mehr lesen bei: http://www.lebensmittellexikon.de/t0001330.php
Copyright © lebensmittellexikon.de

Quellen: Die Dreidimensionale Ernährungspyramide. Hrsg. aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V., Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Grafische Umsetzung von Ernährungsrichtlinien – traditionelle und neue Ansätze. Peter Stehle, Helmut Oberritter, Margret Büning-Fesel und Helmut Heseker. Ernährungs-Umschau 52 (2005) Heft 4